ATM – Workshop am 06. August 2017

Um 13.00 Uhr startete unser ATM-Lehrgang  zum Thema TurnierHundSport auf dem Gelände des THM 2000 in Fürth-Burgfarrnbach.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde erklärte Sabine Roksandic, was man unter TurnierHundSport versteht. Wer Hunde und die Freude an der Bewegung liebt, ist beim TurnierHundSport – kurz THS genannt – genau richtig. Zum einen gehört der sportlich faire Wettkampf des Hund-Mensch-Teams aber auch die Gemeinschaft unter den Hundesportlern zum THS.

Die Fairness spiegelt sich auch in der Prüfungsordnung wieder. Die Bewertungen für die Disziplinen sind in Altersklassen und nach männlich – weiblich aufgeteilt. Ob Geländelauf, Disziplinen mit Sportgeräten, Einzeldisziplinen (z. B. Geländelauf, Vierkampf) oder Mannschaftsdisziplinen (z.B. CSC, Shorty, KO-Cup) – im THS ist für jeden was dabei.

Bereits in der Schulzeit haben wir erfahren, dass sich zu Beginn des Sportunterrichts aufgewärmt wird.

Das Aufwärmen ohne Hund für Herrchen und Frauchen übernahm Stefanie Roksandic; Sportstudentin am Institut für Sport und Sportwissenschaft in Erlangen.

Begonnen wurde mit einer Einheit zur Allgemeinen Erwärmung des Körpers. Dies wurde auf eine spielerische Art und Weise durchgeführt. Zunächst wurden in einem kleinen Spielfeld querbeet Zahlentafeln aufgestellt. Die Workshopteilnehmer bekamen hierzu verschiedene Aufgaben: ihr Geburtsdatum ablaufen, die eigene Handynummer uvm. Zu jeder Zahl mussten sie sich einmal runterbeugen.

Danach wurde ein Spiel mit einem Rugby gespielt. Die Teilnehmer wurden in 2 Mannschaften aufgeteilt und spielten unterschiedliche Variationen durch. Mit Hilfe eines Mannschaftsspiels steigt die Motivation und die Bewegungsbereitschaft wird erhöht.

Anschließend wurden einige Dehnübungen vorgestellt. Hier durfte die Gruppe eigene Übungen und Ideen beisteuern. Das Dehnen aktiviert die Muskeln, soll aber nicht übertrieben werden und muss für jeden Einzelnen individuell angepasst sein.

Nach der Aktivierung erfolgte das Kräftigen. Entscheidend ist, dass vor allem die für die Sportart relevanten Muskelgruppen gestärkt werden. Das sind für den THS besonders die Beine und der Rumpf- und Rückenbereich.

Nicht nur Herrchen und Frauchen müssen sich aufwärmen. Auch Hunde ! Das Aufwärmtraining mit

den Hunden übernahm Angelika Korn. Den Hund bei einem Turnier aus dem Auto holen und sofort im Turnier loslegen kann für den Hunde Folgeschäden bei Gelenken und Bändern haben. Deshalb ist das Aufwärmen für den Hund genauso wichtig. Mit richtigem Aufwärmen bereitet man den Hund körperlich und geistig vor; der Hund ist konzentriert und motiviert. Wichtig ist, langsames Aufwärmen. Der Ursprung wird hier vom Wolfsverhalten abgeleitet. Aufgabe: der Wolf soll nach Beute suchen. Der Wolf beginnt zuerst aufzustehen, reckt und streckt sich reckt. Dann bewegt er sich langsam. Erst im Schritt, dann im Trab. Langsam wird der Wolf schneller, die Körperspannung steigt. Da die Beute meistens nicht um die Ecke sitzt und auf den Wolf  wartet  direkt um die Ecke, trabt der Wolf erstmal durch Geäst, über Baumstämme. Der Wolf macht Sprünge, er duckt sich, muss ausbalancieren. Irgendwann sichtet er seine Beute, schleicht sich an und springt.

Daher startet Angelika, auch mit ihren eignen Hunden, erstmal mit normalem Gehen, das nach und nach in leichtes Traben übergeht. Danach kommen Dehnungsübungen wie, durch die Beine gehen, Hund dreht sich um sich selbst, usw. Zuletzt kommt langsam und spielerisch Geschwindigkeit (leichter Laufschritt/Joggen mit dem Hund, Spieli werfen) dazu.

Nachdem alle aufgewärmt waren, bildeten wir 2 Gruppen. Gerhard Bschorr und Angelika Korn übernahmen die Mensch-Hund-Teams die noch keine THS -Erfahrung hatten, Sabine Roksandic leitete die Mensch-Hund Teams die bereits THS – Erfahrungen hatten.

Zuerst erarbeiteten wir einen Slalomlauf. Es wurden jeweils 6 Stangen in einer geraden Linie aufgestellt, die jedes Mensch-Hund-Team gemeinsam- erst im Normalschritt, dann im Laufschritt -passieren durften.

Dann wurden 2 Slalom- Parcours parallel aufgebaut. Wichtig hierbei ist vor allem, die richtige Position des Hundes vor dem jeweiligen Tor und dass man seinem Hund genug Platz an den Stangen lässt. Auch das punktgenaue Timing des Hundeführers bei der Ansprache des Vierbeiners wurde eingeübt.

Die zweite Disziplin aus dem THS, die vorgestellt wurde, war der Hindernislauf. Auf einer Länge von 75 m sind 8 verschiedene Geräte aufgebaut. Vom Überspringen, durch einen Tunnel laufen, oder den Laufdiehl (eine Art Steg mit schrägen Auf- und Ablauf) überqueren, ist bei dieser Disziplin „quer Beet“ alles dabei.

Die Geräte mussten die Hunde erstmal „kennenlernen“. Wir gaben dazu den einzelnen Hund-Mensch-Teams Tipps und Anregungen zu folgenden Themen:  mit welchen Möglichkeiten führe ich meinen Hund an ein unbekanntes Sportgerät heran, wie kann man seinem Hund durch ein rechtzeitiges Kommando beim Absprung über ein Hindernis helfen, wie „bremse“ ich einen Hund oder „beschleunige“ mit dem Hund durch Körpersprache.

Zwischendurch gab es neben Kaffee und Kuchen eine Gesprächsrunde zum Thema „ Wie läuft ein Turniertag ab? Wie starte ich mit meinem Hund gut organisiert in einem Turnier?“

Sabine gab viele Tipps und Hinweise zu diesen Themen.

Danach erklärten wir, wie eine Chipkontrolle abläuft und führten sie mit jedem Mensch-hund-Team einmal durch.

Es war auch ausreichend Zeit, nicht nur zum THS im speziellen sondern auch allgemein zur Hund-Mensch-Beziehung Ratschläge und Anregungen zu geben.

Zum Abschluss baten wir die Teilnehmer um Feedback. Alle Teilnehmer waren sehr zufrieden mit dem Gesamtlehrgang. Einzige Anmerkung: mehr Aufwärmübungen mit dem Hund.

Dem werden wir gerne nachkommen. Eine Aufstellung der möglichen Übungen findet ihr ebenfalls auf der Homepage.

Abschließend möchten wir (Sabine, Gerhard, Steffi und Angelika) uns bei allen Teilnehmern für die rege Teilnahme bedanken und beim ausrichtenden Verein THM 2000 und vor allem bei Fritz König, der den Platz und die Geräteparcours in einem exzellenten Zustand vorbereitet hatte, für die tolle Unterstützung, die Bewirtschaftung und den zur Verfügung gestellten Platz!

Es hat uns großen Spaß gemacht und wir würden uns freuen, einige von Euch auf den nächsten Turnieren starten zu sehen!

Bilder folgen!

Aufwärmübungen mit dem Hund:

Wichtig:

Aufwärmen ist keine Trainingszeit, der Hund soll aktiviert werden und nicht vom Aufwärmen schon müde sein.

Richtiges Aufwärmen bedeutet, vom Langsamen zum Schnelleren

Zwischen Aufwärmen und der Turnierdisziplin oder Trainingseinheit sollten keine langen Wartezeiten (maximal 5 Minuten) entstehen.

Je kälter die Außentemperatur, umso länger die Aufwärmphase

ÜBUNGEN:

    ***   Durch die Beine gehen ***

  • Hund sitzt links neben dem Hundeführer
  • Hundeführer geht mit dem rechten Bein in leichten Ausfallschritt
  • Mit der rechten Hand den Hund durch das Bein auf die rechte Seite locken.
  • Nun mit dem linken Bein in leichten Ausfallschritt gehen
  • Mit der linken Hand den Hund durch das Bein auf die linke Seite locken.

Mögliche Kommandos „Durch“, „Zick(gehe rechts) – Zack(gehe links)“, „Sla(gehe rechts) –lom(gehe links)“.

 

   

***   Drehen ***

  • Hund sitzt links neben dem Hundeführer.
  • Am besten ein Leckerchen mit der linken Hand dem Hund vor die Nase halten.
  • Mit der linken Hand nun einen Kreis nach links „ziehen“ und den Hund mit dem

Leckerchen mitnehmen. Die Bewegung um den Hund zum Drehen zu bringen, ist,  als ob man in einen riesigen Kochtopf umrühren würde.

Mögliche Kommandos „Turn“ „Rum“, „Dreh dich“.

 

***   Strecken  ***

  • Hund steht vor dem Hundeführer
  • Hund stellt die Vorderpfoten auf den Oberschenkeln des Hundeführers ab.

Oder

  • Hund steht vor dem Hundeführer
  • der linke Arm des Hundeführers geht und den Bauch des Hundes.
  • Mit der rechten Hand versucht der Hundeführer nun (wie beim Platz) das der Hund nur mit den Vorderpfoten nach unten geht.
  • Geht der Hund mit der Vorhand ins „Platz“ wird er belohnt.
  • Die Endposition dieser Übung gleicht der Spielaufforderung beim Hund.
  • Nach und nach den linken Arm heranziehen, bis man den Arm weglassen kann.

Mögliche Kommandos „Verbeugen“, „Verbeug dich“, „Streck dich“

*** niedrige Sprünge ***

  • Hundeführer streckt ein Bein nach vorne
  • Hund springt darüber. Von links nach rechts und wieder zurück.

Oder

  • Hundeführer geht in die Hocke uns streckt seinen Arm aus.
  • Hund springt darüber. Von links nach rechts und wieder zurück.

*** Start und Stop ***

  • Bei dieser Übung muss es eine Person geben, die die Kommandos gibt.
  • Die Gruppe steht in einer Reihe.
  • Person bestimmt das Lauftempo und ruft „LOS“. Alle laufen im angegebenen

Tempo los. Bei Stop halten alle an.

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Kategorien ATM

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